Europas Hotelmarkt wächst 2025 kräftig
Der europäische Hotelinvestmentmarkt legt 2025 deutlich zu. Das Transaktionsvolumen steigt auf mehr als 27 Milliarden Euro und erreicht damit den höchsten Wert seit 2019, so die Berater von Cushman & Wakefield. Spanien, Irland und Dänemark gehören zu den dynamischsten Märkten. Mehrere große Portfoliotransaktionen prägen die Entwicklung.
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2025 wechselten in Europa über 1.000 Hotels den Eigentümer
Das Investoreninteresse am europäischen Hotelmarkt zieht wieder an. 2025 steigt das Transaktionsvolumen auf mehr als 27 Milliarden Euro und liegt damit 23 Prozent über dem Vorjahr. Es übertrifft zudem den Zehnjahresschnitt deutlich. Über 1.050 Hotels mit rund 133.400 Zimmern wechseln den Eigentümer.
Starke Kernmärkte
Großbritannien, Spanien und Frankreich behaupten ihre Position als wichtigste Investitionsstandorte. Zusammen vereinen sie rund die Hälfte aller Transaktionen in Europa. Spanien verzeichnet mit 4,24 Milliarden Euro den größten Zuwachs und gewinnt damit weiter an Bedeutung. Dänemark, die Tschechische Republik und Irland zeigen prozentual das stärkste Wachstum. Irland liegt mit 1,92 Milliarden Euro knapp hinter Deutschland.
Prägende Portfoliodeals
Mehrere größere Transaktionen bestimmen das Marktgeschehen. Dazu zählen der Erwerb von 28 Hotels in Skandinavien durch Capman Real Estate sowie der Kauf des Generator‑Hostels‑Portfolios durch Brookfield. Auch der Verkauf des Easyhotel‑Portfolios und der Erwerb des Mare‑Nostrum‑Portfolios durch Spring Hotels setzten Akzente. Zu den markanten Einzelverkäufen gehören das Hilton Prague Atrium, das Pullman Paris Montparnasse und das Holiday Inn London Kensington High Street. In Athen wird zudem ein Mehrheitsanteil am Four Seasons Astir Palace verkauft, nachdem der Käufer bereits im Vorjahr einen kleineren Anteil übernommen hatte.
Cushman & Wakefield erwartet weiterhin positive Entwicklung
Frederic Le Fichoux von Cushman & Wakefield sieht den Aufschwung in einer verbesserten operativen Entwicklung, insbesondere in Ost- und Südeuropa. Er verweist auf die zunehmende Ausrichtung vieler Investoren auf "Sheds and Beds", womit Logistikimmobilien und hotelnahe Nutzungen gemeint sind, sowie auf ein günstigeres Kreditumfeld. Die meisten Kapitalgeber planen demnach, 2026 weitere Mittel einzusetzen.