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8. Juni 2026 | 15:27 Uhr
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Gastgewerbe gerät stärker unter wirtschaftlichen Druck

Die schwache Konjunktur in Deutschland trifft zunehmend auch Dienstleister und besonders das Gastgewerbe. Laut Deutscher Industrie- und Handelskammer (DIHK) leiden Dienstleister aus Tourismus, Verkehr und Freizeit unter steigenden Kosten, sinkender Kaufkraft und wachsender Unsicherheit der Verbraucher. Viele kleinere Betriebe kämpfen mit Liquiditätsengpässen.

Rezession Foto iStock Gearstd

Der Dienstleistungssektor leidet zunehmend unter den schlechten Rahmenbedingungen

Lange galt der Dienstleistungssektor als vergleichsweise stabil. Nach einer aktuellen Auswertung der Deutschen Industrie- und Handelskammer verschlechtert sich die Lage nun jedoch deutlich. Besonders betroffen sind Unternehmen aus Tourismus und Gastgewerbe. Die DIHK sieht vor allem hohe Arbeitskosten, die Energiepreise und Bürokratie als Belastung. Dirk Binding von der DIHK, spricht von "strukturellen Problemen" und geopolitischen Unsicherheiten, die mittlerweile auch viele Dienstleister "mit voller Wucht" träfen.

Tourismus leidet unter Unsicherheit

Besonders kritisch entwickelt sich laut DIHK die Lage in der Reisevermittlung. Als Gründe nennt die Kammer unter anderem die Folgen des Nahostkonflikts und die zurückhaltende Nachfrage der Verbraucher. Die geschwächte Kaufkraft mache sich zunehmend in tourismusnahen Branchen bemerkbar. Damit wächst auch der Druck auf Hotels und Gastronomiebetriebe. Trotz stabiler Reiselust der Deutschen bleiben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwierig.

Kleine Betriebe besonders betroffen

Vor allem kleinere Unternehmen geraten laut Umfrage zunehmend unter Druck. Fast jedes zweite Dienstleistungsunternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern befindet sich demnach in einer problematischen Finanzlage. Rund 22 Prozent berichten von Liquiditätsengpässen. Auch die Stimmung in den Betrieben verschlechtert sich. Nur noch 27 Prozent bewerten ihre Geschäftslage als gut, fast ein Drittel rechnet mit einer weiteren Eintrübung. Viele Unternehmen planen daher Investitionskürzungen oder Personalabbau.