Gedämpfte Stimmung bei Saisonumfrage unter Hoteliers
Die Erwartungen vieler Hoteliers in Deutschland an das Jahr 2026 haben sich bislang nicht erfüllt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Hotel vor9. Vor allem bei Auslastung, Preisen und Geschäftsreisen bleibt die Entwicklung hinter den Hoffnungen zurück. Auch kann die Branche nicht davon profitieren, dass viele Urlauber in diesem Jahr auf eine Auslandsreise verzichten.
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Die Stimmung in der Hotellerie bleibt 2026 gedämpft
Die Ergebnisse der aktuellen Hotel-vor9-Umfrage unter Hoteliers in Deutschland zeichnen ein eher verhaltenes Bild. Auf die Frage "Wie entwickelt sich Ihre Auslastung im Sommergeschäft 2026 im Vergleich zu Ihren Erwartungen?" antworten 43 Prozent mit "schlechter als erwartet". Für 41 Prozent läuft das Sommergeschäft wie geplant, nur 16 Prozent berichten von einer besseren Entwicklung.
Auch bei den Preisen bleibt der große Optimismus aus. Auf die Frage "Wie entwickeln sich Ihre Raten und Preise im Jahr 2026?" geben 47 Prozent an, ihre Erwartungen zu erfüllen. Gleichzeitig sehen 40 Prozent ihre Preisentwicklung unter Plan. Lediglich 14 Prozent erzielen höhere Raten als erwartet.
Auch von der schwächeren Nachfrage nach Auslandsreisen profitiert die hiesige Hotelbranche offenbar kaum. Auf die Frage, ob Hotels derzeit davon profitieren, dass viele Urlauber aus Kostengründen auf Flugreisen verzichten, antworten 82 Prozent mit Nein. Lediglich 18 Prozent beobachten einen positiven Effekt. Der schwächere Outgoing-Tourismus sorgt damit bislang nicht für einen spürbaren Nachfrageimpuls im Inland.
Nicht besser fällt das Bild im Geschäftsreiseverkehr aus. 44 Prozent sagten die Nachfrage und die Buchungen ihren Erwartungen entspricht. 34 Prozent melden jedoch schlechtere Buchungszahlen als erwartet, während nur 22 Prozent von einer positiven Entwicklung berichten.
Entsprechend vorsichtig fällt auch der Blick auf den Jahresabschluss aus. Auf die Frage „Rechnen Sie am Jahresende mit einer Verbesserung des Betriebsergebnisses im Vergleich zum Vorjahr?“ erwarten lediglich 25 Prozent ein besseres Ergebnis. 42 Prozent rechnen nicht damit, weitere 34 Prozent halten den Ausgang noch für offen.
Pascal Brückmann