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6. August 2019 | 07:00 Uhr
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Große Hotelgesellschaften geraten unter Druck

Die Gäste wünschen sich junge, ausgefallene Konzepte und diese Nischen werden vor allem von Start-ups bedient, analysiert Alexander Trobitz (Foto), Hotelexperte der Bank BNP Paribas. Die großen Player können nicht so schnell reagieren, um eigene Brands aufzubauen, also kaufen sie welche zu. Das ist nicht neu, erreichte aber 2018 in Deutschland mit 20.000 die Besitzer wechselnden Zimmer einen Rekord.

BNP Paribas Trobitz Alexander Foto BNP Paribas

Alexander Trobitz, Head of Hotel Services der BNP Paribas Real Estate

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Für die anhaltende Konsolidierungswelle sieht Trobitz drei Gründe: Durch die Zukäufe funktionierender kleiner Marken weitet der Käufer sein Portfolio aus und stärkt sein Image, wie es etwa die Investments von Accor in 25 Hours oder Radisson in Prizeotel zeigen. Zum zweiten dienen Übernahmen der Ausdehnung auf dem gesättigten Hotelmarkt in Deutschland und drittens befeuern finanzgetriebene Investments die Entwicklung, wie der kurz vor dem Abschluss stehende Kauf von B&B durch Goldman Sachs, schreibt das Deal Magazin.

Wie geht es weiter? Trobitz wagt einen Blick in die Zukunft: "Wir sehen zahlreiche Betreiber beziehungsweise Marken, die potenzielle Übernahmekandidaten sind beziehungsweise die zum Verkauf stehen. Ein Markenschwund ist jedoch nicht zu befürchten. Im Gegenteil: Wir gehen davon aus, dass es in Zukunft mehr Hotelmarken, aber immer weniger Hotelgesellschaften geben wird. Es gibt noch zahlreiche Nischen, die bedient werden können. Vor allem im Bereich Serviced Apartments werden zahlreiche Konzepte erarbeitet, die zukünftig die Markenportfolios der großen Hotelgesellschaften ergänzen könnten."

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