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4. Juni 2024 | 22:27 Uhr
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Hochwasser sorgt für Delle bei Hotelbuchungen

Das Hochwasser im Süden Deutschlands betrifft auch die Hotellerie, insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg. Neben direkt beschädigten Betrieben droht den Hotels insgesamt eine Delle bei den Kurzfristbuchungen und auch Stornierungen, da die Urlauber die Region absehbar meiden.

Hochwasser Flut Überschwemmung Foto iStock Thomas Stockhausen

Das Hochwasser in Süddeutschland zieht die Hotels in Mitleidenschaft

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Vorlauftemperaturen: Die Lösung für mehr Effizienz im Hotel?

Die Vorlauftemperatur gibt an, wie warm das Wasser ist, das von der Heizanlage in das Heizsystem eingespeist wird. Wie optimierte Vorlauftemperaturen den Energieverbrauch beeinflussen und welche Lösung die Energieeffizienz im Hotel weiter verbessert, erklärt ein neues Merkblatt. Merkblatt downloaden

Daniel Ohl, Pressesprecher des Dehoga Baden-Württemberg schildert die Lage auf Anfrage von Hotel vor9 wie folgt: "Zu den konkreten Schäden bei Hotels und Beherbergungsbetrieben können wir derzeit noch kein umfassendes Lagebild ermitteln, dazu ist es noch zu früh." Allerdings wisse man aus ähnlichen Ereignissen, dass es nun auch eine indirekte Betroffenheit für die gesamte Region geben werde, da in den nächsten Tagen die Urlaubsgäste aufgrund der Nachrichten und TV-Bilder von Neubuchungen Abstand nehmen würden.

"Wir sind dazu bereits im Kontakt mit dem Tourismusverband Baden-Württemberg, damit dieser nach Möglichkeit proaktiv darüber informiert, wo man bedenkenlos seinen Urlaub antreten kann." Gleichzeitig habe der Dehoga alle Betriebe mit einem Sondernewsletter informiert, der zu rechtlichen Fragen aufklärt und Hilfestellung zu vielen Aspekten auflistet. Besonders hart getroffen von den Wassermassen seien die Regionen Oberschwaben, Ost-Württemberg, Schwäbisch Gmünd und auch der Kreis Ludwigsburg.

Bayern will mit "100 Millionen plus x" helfen

In Bayern ist die Lage ähnlich. Landesgeschäftsführer Thomas Geppert teilte Hotel vor9 mit, dass Außendienstmitarbeiter des Dehoga Bayern dabei seien, die Lage vor Ort zu eruieren. Die Hotels seien noch in der Phase der Bestandsaufnahme. "Die bisher gemeldeten Schäden reichen von 10.000 Euro bis zum Totalverlust eines Hotels in Nordbayern", so Geppert.

Das Bayerische Kabinett hat heute ein Soforthilfe-Paket beschlossen. Ministerpräsident Markus Söder sagte: "Wir lassen in der Not niemanden allein." Das Hilfspaket wird eine Summe von "100 Millionen plus x" umfassen und noch heute soll das Geld an die Bezirksregierungen überwiesen werden.

Unternehmen sollen eine Soforthilfe bis zu 200.000 Euro erhalten können. Erstattet werden unmittelbar durch das Hochwasser verursachte Schäden an Betriebsstätten und Infrastrukturen. Bei nicht versicherbaren Schäden wird dabei die Soforthilfe in Höhe von bis zu 50 Prozent der erstattungsfähigen Ausgaben, bei versicherbaren und bei versicherten Schäden in Höhe von bis zu 25 Prozent der erstattungsfähigen Ausgaben gewährt. Die Auszahlung erfolgt auf Antrag durch die zuständige Bezirksregierung.

Dehoga Bayern ist für Geschädigte erreichbar

Für durch das Hochwasser geschädigte Betriebe, die Hilfe benötigen, ist der Dehoga Bayern unter flut@dehoga-bayern.de und der speziell eingerichteten Rufnummer 089/28760-500 erreichbar. Aktuelle Informationen und wichtige Hinweise sind auf der Themenseite www.dehoga-bayern.de/flut zu finden.

Pascal Brückmann, Frank Winter

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