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19. Februar 2021 | 07:00 Uhr
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Hotel-Investments in Deutschland ziehen wieder an

BNP Paribas erkennt im deutschen Hotelmarkt drei Vorteile: der hohe Anteil nationaler Business-Übernachtungen, die steigende Nachfrage von Investoren in der Ferienhotellerie und die im Vergleich zu anderen Ländern größere wirtschaftliche Stabilität.

Geld Euroscheine iStock Delpixart

Der Hotelmarkt in Deutschland soll 2021 einen leichten Aufwärtstrend erleben

"Die deutsche Hotelbranche ist also bei weitem nicht tot. Nach einem schwierigen Jahr, in dem sie massiv durchgerüttelt wurde, sortiert sie sich neu. Alle Branchenteilnehmer haben im vergangenen Jahr gelernt, neu zu denken und setzen dies jetzt um", erklärt Alexander Trobitz, Geschäftsführer und Head of Hotel Services der BNP Paribas Real Estate.

Die Kaufpreiserwartungen der Käufer und Verkäufer klafften 2020 sehr weit auseinander, was ein Grund für das geringe Transaktionsvolumen war. Nach zehn Jahren Wachstum wurde 2019 ein Preisniveau erreicht, das sich nach Einschätzung von BNP auf absehbare Zeit nicht wieder einstellen wird. "Wir beobachten momentan, dass sich die Preisvorstellungen annähern" sagt Trobitz.

Er gehe davon aus, dass im ersten und vor allem im zweiten Halbjahr das Investitionsgeschehen wieder stärker an Fahrt aufnehmen werde. Die Anleger seien sehr wählerisch, mieden Risiken und pickten sich die Rosinen heraus, allerdings nicht zu den extrem hohen Preisen der vergangenen Jahre.

"Bei Projektentwicklungen, bei denen wir schon vor zwei bis drei Jahren abgeraten haben, treten die Schwierigkeiten jetzt überdeutlich hervor. Standorte, die nur auf ‚einem Bein‘ stehen, wie beispielsweise ein Flughafen oder Messestandorte, sind auf einmal problematisch geworden. Sicherlich werden einige Hotels mittelfristig nicht mehr benötigt werden, weil etwa die Lage nicht gut genug ist. Hier sollte man sich Gedanken über alternative Nutzungsarten machen, also etwa eine Konversion in Serviced Apartments, Wohnen, Seniorenwohnungen oder Co-Living. Mit diesen Themen beschäftigen wir uns momentan an verschiedenen Standorten sehr intensiv", erläutert Trobitz.

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