Hyatt-Düsseldorf boomt, Eigentümer tief in roten Zahlen
Das Hyatt Regency im Düsseldorfer Hafen erwirtschaftet Millionengewinne im laufenden Betrieb. Dennoch schreibe die Eigentümergesellschaft der Luxusimmobilie hohe Verluste, wie die Rheinische Post berichtet. Ursache seien vor allem Abschreibungen und millionenschwere Steuerforderungen.
Hyatt
Das Hyatt Regency liegt in der Nähe des Landtags im Düsseldorfer Medienhafen
Das Hyatt Regency im Düsseldorfer Hafen zählt mit 303 Zimmern zu den größten Luxushotels der Stadt, wirtschaftlich läuft es gut. Laut neuem Jahresabschluss erzielte der Hotelbetrieb 2024 ein operatives Ergebnis von 9,2 Millionen Euro bei knapp 28 Millionen Euro Umsatz. Die durchschnittliche Zimmerrate lag bei 248 Euro, die Auslastung bei rund zwei Dritteln.
Trotzdem weise die Eigentümergesellschaft Hafenspitze mbH einen Jahresverlust von 8,4 Millionen Euro aus, wie die Rheinische Post (Abo) berichtet. Der Grund: hohe Abschreibungen auf die 97 Millionen Euro teure Immobilie sowie zusätzliche Steuerbelastungen. Nach einer Neubewertung fordere das Finanzamt Düsseldorf offenbar insgesamt mehr als sieben Millionen Euro Grunderwerbsteuer nach.
Die Gesellschaft gilt bereits seit 2020 bilanziell als überschuldet. Eine Insolvenz drohe dennoch nicht, weil der französische Versicherungskonzern Aéma Groupe als Muttergesellschaft finanziell absichere. Der Managementvertrag mit Hyatt läuft noch bis Ende 2031.