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13. August 2026 | 07:00 Uhr
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Mailen

Incoming-Tourismus legt im ersten Halbjahr leicht zu

Der Incoming-Tourismus hat sich im ersten Halbjahr trotz schwieriger Rahmenbedingungen behauptet. Wie DZT-Chefin Petra Hedorfer (Foto) berichtet, wurden 36,4 Millionen internationale Übernachtungen gezählt, 0,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Für die zweite Jahreshälfte rechnen viele Marktteilnehmer mit weiter steigender Nachfrage.

Hedorfer Petra

DZT-Chefin Petra Hedorfer sieht ein gutes zweites Halbjahr für das Incoming-Geschäft

Steigende Energiepreise, geringere Flugkapazitäten und die Folgen des Nahostkonflikts haben den internationalen Reisemarkt in den vergangenen Monaten belastet. Dennoch blieb Deutschland als Reiseziel gefragt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im ersten Halbjahr 36,4 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste registriert. Das entspricht einem Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Auslastung der Hotels stieg laut dem Marktforschungsunternehmen MKG International um 1,2 Prozentpunkte auf 65,5 Prozent.

Nachfrage gleicht Belastungen aus

Die robuste Nachfrage aus dem Ausland habe die wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts weitgehend kompensiert, sagt DZT-Vorstandsvorsitzende Petra Hedorfer. Dazu zählten höhere Kerosin- und Kraftstoffpreise sowie ein Rückgang der Flugkapazitäten nach Deutschland um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nach Beobachtungen der DZT entscheiden sich Reisende zudem häufiger kurzfristig für Urlaubsziele und bevorzugen Destinationen in geografischer Nähe. Deutschland könne von diesem Verhalten profitieren.

Branche blickt zuversichtlich auf das zweite Halbjahr

Für die kommenden Monate zeichnet sich nach Einschätzung der DZT weiteres Wachstum ab. Im aktuellen Travel Industry Expert Panel bewerten 46 Prozent der internationalen Reiseentscheider ihr Deutschlandgeschäft positiv. Das sind 21 Prozent mehr als im Vorquartal.

Auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate fallen günstig aus: 53 Prozent der Befragten rechnen mit einer positiven Entwicklung. Rückenwind kommt zudem aus Europa. Laut der regelmäßig durchgeführten Marktforschungsstudie der European Travel Commission (ETC) planen 81 Prozent der Europäer zwischen Juni und November eine Reise, vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

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