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8. November 2019 | 07:00 Uhr
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Negative Kennzahlen für deutsche Topstandorte

Fairmas meldet für den September eine Auslastung von 80,3 Prozent und damit 1,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Auch die Zimmerrate (116,30 €/-5,2%) und der Revpar (93,40 €/-6,5%) entwickelten sich rückläufig. Der Status Quo und die Prognose für die einzelnen Städte unterscheiden sich allerdings wesentlich.

Der September ist in Berlin traditionell stark. So auch dieses Jahr – trotz negativer Wachstumsraten. Der Rückgang bei der Zimmerrate in Höhe von fünf Prozent ist der pausierenden Innotrans geschuldet. Positiv zu Buche schlug die gute Nachfrage, verursacht unter anderem durch IFA, Lollapalooza und Berlin-Marathon. Für die letzten drei Monate des Jahres rechnet Fairmas mit einem sinkenden Revpar.

Düsseldorf überrascht als einziger der sechs Topstandorte mit positiven Kennzahlen für den September. Das liegt vermutlich am zusätzlichen Messegeschäft. Besonders profitierten die Vier-Sterne-Hotels davon. Auch die Entwicklung bis Jahresende wird als gut eingeschätzt und das betrifft insbesondere die Zimmerraten.

Frankfurt litt im September unter dem schwachen Besuch der IAA. Belegung, Rate und Revpar sanken und die Erwartungen wurden nicht erfüllt. Für Oktober und Dezember rechnet man mit keinen großartigen Veränderungen zum Vorjahr, nur der November scheint für die Hoteliers freundlicher zu werden.

Auch Hamburg erreichte nicht die Vorjahreszahlen. Die Cruise Days konnten die fehelenden Geschäftsreisenden nicht wettmachen. Bis zum Jahresende erwartet man ein Geschäft auf Vorjahresniveau.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in Köln: schwacher September und eine vergleichbare Entwicklung wie 2018, mit der Ausnahme eines besseren Oktobers.

München war zwar im September die teuerste der A-Destinationen, aber die Performance blieb dennoch unter dem Vorjahr. Lichtblicke waren das Oktoberfest und ein Champions League-Spiel. Messen und andere Impulse fehlten. Der Ausblick bis Dezember ist durchwachsen. Der Oktober fällt ab, weil ein Gesundheitskongress mit 20.000 Teilnehmern in diesem Jahr nicht stattfindet.

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