Radisson-Neubau gescheitert, Krefelder Hof muss schließen
Das geplante Radisson Hotel Krefeld wird nicht gebaut, die Finanzierung des Projekts ist gescheitert. Damit wird auch das ungewöhnliche Modell, Hotel und Seniorenresidenz unter gemeinsamer Leitung zu betreiben, nicht umgesetzt. Besonders bitter: Der bestehende Krefelder Hof stellt den Hotelbetrieb ein, die Mitarbeiter haben ihre Kündigungen erhalten.
Radisson
Der Radisson-Neubau in Krefeld ist wegen fehlender Finanzierung gescheitert
Die Schönes Leben Gruppe, ein auf Premium-Seniorenresidenzen spezialisierter Betreiber, hatte im Juli 2025 laut eigenen Angaben im Auftrag einer Investorengesellschaft den Betrieb des traditionsreichen Krefelder Hofs übernommen. Auf dem weitläufigen Gelände in Krefeld-Bockum sollte unter dem Namen "Krefelder Höfe" ein neues Radisson-Franchisehotel mit 138 Zimmern entstehen, inklusive Restaurant, Lobby Bar und Tagungsbereichen.
Das Besondere an dem Vorhaben: Hoteldirektor Bart Vaessen sollte nach Fertigstellung sowohl das Hotel als auch eine angrenzende Seniorenresidenz in Personalunion leiten, Hotel vor9 hatte berichtet. Operative Bereiche wie Housekeeping, IT, Einkauf und Küche hätten laut Vaessen gemeinsam betrieben werden können. Für die Schönes Leben Gruppe, die seit 2017 sechs Standorte in Deutschland führt, wäre es der erste Schritt in die Hotellerie gewesen.
Gesamtprojekt wird jetzt ohne Hotel fortgeführt
Während der Hotelneubau vom Tisch ist und der bestehende Hotelbetrieb endet, geht das Gesamtprojekt "Krefelder Höfe" weiter. Die Entwicklung werde wie geplant fortgeführt, da der Hotelbetrieb eine eigenständige betriebliche Einheit innerhalb des Gesamtareals darstelle. Die geplanten Nutzungen mit Kindertagesstätte, Seniorenresidenz und Pflegeangeboten würden planmäßig umgesetzt. Der Baustart soll weiterhin im Jahr 2026 erfolgen.
Keine Zukunft hat hingegen der bestehende Hotelbetrieb im historischen Krefelder Hof. Mit dem Scheitern der Finanzierung für den Radisson-Neubau fehlt die Perspektive für eine Weiterführung des Hauses. Die Mitarbeiter haben bereits ihre Kündigungen zum 30. September 2026 erhalten.
Pascal Brückmann