Serviced Apartments trotzen schwachem Investmentmarkt
Der deutsche Hotelinvestmentmarkt blieb im ersten Halbjahr verhalten. Nach Zahlen des Immobiliendienstleisters Savills sank das Transaktionsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 45 Prozent auf 572 Millionen Euro. Gleichzeitig sehen Marktbeobachter Chancen durch Betreiberwechsel, neue Konzepte und die Repositionierung von Hotelimmobilien.
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Das erste Halbjahr verlief eher ruhig am deutschen Hotelinvestmentmarkt
Während klassische Hoteltransaktionen das Marktgeschehen dominierten, legten Serviced Apartments deutlich zu. Mit fast 100 Millionen Euro Transaktionsvolumen übertraf dieses Segment bereits zur Jahresmitte die jeweiligen Jahresergebnisse der Jahre 2023 bis 2025.
Betreiberwechsel stärken das Vertrauen
Nach Einschätzung von Savills bleibt das Marktumfeld anspruchsvoll. Die Sorge über weitere Betreiberinsolvenzen halte an. Gleichzeitig sorgten Restrukturierungen, neue Marktteilnehmer und internationale Expansionspläne für Bewegung im Markt. Als wichtiges Signal wertet Savills, dass für mehr als 120 Hotels der Revo-Gruppe bereits neue Betreiber gefunden wurden.
Neue Käufergruppen rücken in den Fokus
Gefragt bleiben vor allem Immobilien in etablierten Lagen. Zugleich interessieren sich Investoren aus dem Longstay-Segment zunehmend für klassische Hotels und Konversionsprojekte. Laut Savills reagieren Eigentümer und Verkäufer darauf mit mehr Flexibilität. Neben traditionellen Investoren sprechen sie verstärkt neue Käufergruppen an und prüfen frühzeitig Anpassungen der Objekte bis hin zu Nutzungsänderungen. Dadurch eröffnen sich Chancen, bestehende Hotelimmobilien neu zu positionieren.