Über 100 Investoren bekunden Interesse an Revo Hospitality
Beim insolventen Hotelbetreiber Revo Hospitality läuft der Verkaufsprozess auf Hochtouren. Die Wirtschaftswoche nennt erste Details und berichtet von über 100 interessierten Investoren. Ob sich auch Revo-Gründer Ruslan Husry (Foto) am Bieterverfahren beteiligt, ist nicht bekannt.
HR Group
Revo-Gründer Ruslan Husry hat sich bislang nicht zur Insolvenz seiner Unternehmensgruppe geäußert
Wie die Wirtschaftswoche (Abo) berichtet, hat eine dreistellige Zahl potenzieller Käufer Zugang zum Datenraum erhalten. Am Freitag dieser Woche endet nach Informationen von Hotel vor9 die Phase, in der zunächst unverbindliche Angebote platziert werden können. Bis Ende April erwarte man verbindliche Gebote und werde sich dann auch schnell entscheiden, erklärte Sanierungspartner Gordon Geiser gegenüber Wiwo.
Der Bieterprozess sei bewusst offen angelegt, so Geiser laut Wirtschaftswoche. Neben einem Komplettverkauf seien auch Teilverkäufe einzelner Portfolios denkbar. Da die Hotelgesellschaften unterschiedliche Gläubiger haben, müsse für jeden Standort das bestmögliche Ergebnis erzielt werden.
Für die Beschäftigten in den Hotels sieht Geiser laut Wirtschaftswoche keinen großen Anpassungsbedarf. Anders in der Verwaltung: Übernehme ein etablierter Hotelbetreiber mit eigener Zentrale, drohten dort Doppelstrukturen und mögliche Stellenstreichungen. Ein branchenfremder Investor hingegen könnte die bestehende Administration eher erhalten.
Nach Informationen von Hotel vor9 ist rund um den 1. April seitens Revo geplant, eine knappe Presseinformation zu veröffentlichen, die Auskunft über den weiteren Prozess geben soll.