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24. April 2026 | 07:00 Uhr
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Roland Hirtenfelder über Geburt im Hotel und Afrika‑Träume

Der Chef des Werzers Hotel Resort Pörtschach am Wörthersee ist gut rumgekommen, hat auf hoher See angeheuert und von Koch über Trainer bis zum Hoteldirektor viele Positionen bekleidet. Roland Hirtenfelder (Foto) hat ein Faible für Afrika, doch der nächste Urlaub führt ihn ins Ennstal. Über Hotelgeburten und alles Weitere erzählt er im Gästebuch von Hotel vor9.

Werzers Hotel Resort Pörtschach Roland Hirtenfelder Direktor Foto Werzers Hotel Resort Pörtschach

Roland Hirtenfelder entspannt bei Spaziergängen am See und beim Schwammerln suchen

Was war Ihr Traumberuf als Kind?
Als Kind wollte ich unbedingt Schiffskoch werden. Diesen Traum habe ich mir später tatsächlich erfüllt: Am 15. Mai 1990 heuerte ich in Lissabon auf der Royal Viking Sun als Koch an. Zwei Jahre lang blieb ich an Bord, bevor es mich beruflich wieder in andere Richtungen zog.

Wie sind Sie in die Hotellerie gekommen?
Mein Weg in die Hotellerie begann vor 46 Jahren. 1983 startete ich meine Lehre als Koch und Kellner. Seitdem sind Hotellerie und Gastronomie ein ganz wesentlicher Teil meines Lebens.

Welche Entscheidung in Ihrem Berufsleben hat Ihre Karriere besonders geprägt?
Es war weniger eine einzelne Entscheidung als vielmehr eine innere Haltung, die mich geprägt hat – jeden Tag mit Freude und Überzeugung an die Arbeit zu gehen und dabei immer das Gefühl zu haben, den richtigen Beruf gewählt zu haben.

Wie sieht für Sie das Hotel der Zukunft aus?
Für mich hängt das Hotel der Zukunft stark von seiner Ausrichtung ab. In der Stadthotellerie wird die klassische Dienstleistung aus meiner Sicht weiter abnehmen, während die reine Beherbergung stärker in den Vordergrund rückt. In der Ferienhotellerie sehe ich hingegen großes Potenzial, sich gezielt Unterstützung durch Künstliche Intelligenz und andere technologische Tools zu holen. Mein persönliches Ziel ist es aber, im Werzers Hotel Resort auch in Zukunft vor allem eines zu bewahren: Dienstleistung von Menschen für Menschen.

Was lieben Sie an Ihrem Job?
An meinem Job liebe ich besonders, dass kein Tag dem anderen gleicht und ich jeden Tag mit Menschen arbeiten darf.

Was nervt Sie am meisten?
Am meisten stören mich Respektlosigkeit und Ignoranz. Gerade in einer Branche, die von Dienstleistung und Miteinander lebt, haben diese Eigenschaften für mich keinen Platz.

Was kann die Hotellerie in Österreich von Kollegen im Ausland lernen?
Die Hotellerie in Österreich kann von Kollegen im Ausland vor allem im Umgang mit Menschen lernen und davon, wie man mit einem charmanten "Servus" schnell das Eis bricht. 

Was war Ihr prägendstes Erlebnis in einem Hotel?
Das war definitiv die überraschende Geburt eines Mädchens in einem Hotelzimmer. Der schönste Moment war, als uns die Sanitäter mitteilten, dass Mutter und Tochter gesund und munter sind. Nach all der Aufregung habe ich mir dann erst einmal ein Glas Wein gegönnt.

Ein Jahr Auszeit – was würden Sie machen?
Ich könnte mir gut vorstellen, in Botswana als Fremdenführer zu arbeiten. Mich fasziniert der afrikanische Kontinent sehr, und ich würde diese Begeisterung gerne mit anderen teilen und ihnen eine unvergessliche Zeit ermöglichen.

Wie schalten Sie ab?
Am besten schalte ich bei einem Spaziergang über die Seepromenade in Pörtschach ab. Das Wasser und die herrlichen Berge im Hintergrund entspannen Geist und Körper.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Aktuell höre ich Verheißung von Jussi Adler-Olsen. Generell bin ich ein großer Fan von Hörbüchern – sie entspannen mich und machen selbst lange Autofahrten zu einem echten Erlebnis.

Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
Zuletzt habe ich Avatar 3 im Kino gesehen.

Ihr Lieblingsessen?
Meine Oma hat dieses Gericht für mich unvergesslich gemacht: gebackenes Karpfenfilet mit Kartoffel-Vogerlsalat und steirischem Kürbiskernöl ist deshalb bis heute mein Lieblingsessen.

Wohin geht’s im nächsten Urlaub?
Im nächsten Urlaub geht es für mich ins Ennstal, genauer gesagt nach Gröbming, um dort die Natur zu genießen.

Wen würden Sie gerne mal treffen und warum?
Ich durfte bereits viele Persönlichkeiten kennenlernen. Die interessantesten Begegnungen und Gespräche entstehen für mich jedoch oft ganz unkompliziert mit Gästen auf der Liegewiese oder im Restaurant, denn es sind ihre Geschichten, die mich wirklich interessieren.

Wie und wo wollen Sie alt werden?
Am liebsten möchte ich im Werzers Resort alt werden und ich hoffe, dort noch lange als Gastgeber tätig sein zu dürfen.

Zur Person: Roland Hirtenfelder hat Koch und Kellner von der Pike auf gelernt und arbeitete ein Jahrzehnt in der Küche, bevor er für zwei Jahre auf einem Kreuzfahrtschiff anheuerte. Nach mehreren Stationen als Küchenchef, F&B-Manager, Hotelmanager, Trainer und Geschäftsführer führt er seit April 2023 als Hoteldirektor das Werzers Hotel Resort Pörtschach am Wörthersee.

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