93 Prozent der Nebenkostenabrechnungen von Hotels fehlerhaft
Die Nebenkosten entwickeln sich für viele Hotels zunehmend zu einer Kostenfalle. Eine aktuelle Analyse des Berliner Prüfunternehmens Mineko zeigt: 93 Prozent der in den vergangenen zwölf Monaten geprüften Betriebskostenabrechnungen in der Hotellerie enthielten Fehler. Das durchschnittliche Einsparpotenzial liegt inzwischen bei mehr als 83.000 Euro pro Objekt.
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Hoteliers zahlen bei der Nebenkostenabrechnung oftmals zu viel
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Die Fehlerquote bei Betriebskostenabrechnungen in der Hotellerie ist erneut gestiegen. Nach einer aktuellen Auswertung von Mineko waren 93 Prozent der in den vergangenen zwölf Monaten geprüften Hotelabrechnungen fehlerhaft. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch eine Fehlerquote von 90 Prozent ermittelt.
Die finanziellen Auswirkungen können erheblich sein. Die durchschnittlich geprüfte Hotelfläche umfasste 2.181 Quadratmeter. Für das Abrechnungsjahr 2025 lagen die Betriebskosten im Mittel bei 211.945 Euro, die durchschnittliche Nachforderung betrug 79.550 Euro. Laut Mineko konnten durch die Prüfung der Abrechnungen im Schnitt 83.108 Euro pro Hotel als Einsparpotenzial identifiziert werden.
Eine Vielzahl an Fehlern sorgt für überhöhte Nebenkosten
Zu den häufigsten Fehlern zählen nach Angaben des Unternehmens doppelt berechnete Hausmeisterleistungen, nicht umlagefähige Managementkosten sowie fragwürdige Versicherungspositionen. Auch bei der Transparenz der Abrechnungen und der vertraglichen Umlage von Kosten würden regelmäßig Fehler festgestellt.
Besonders auffällig ist die Entwicklung der Fehlersummen: Pro Quadratmeter und Monat lagen die überhöhten Kosten in der Assetklasse Hotel 2025 durchschnittlich bei 1,04 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 86 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit bleibt die Kontrolle von Betriebskostenabrechnungen für viele Hoteliers ein wichtiger Hebel zur Kostensenkung.
Pascal Brückmann