Tägliche News für die Hotellerie

30. Juli 2026 | 17:08 Uhr
Teilen
Mailen

Accor schwächelt im ersten Halbjahr in Deutschland

Accor hat im ersten Halbjahr den Umsatz um 3 Prozent auf 2,76 Milliarden Euro gesteigert und das EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) auf 563 Millionen Euro erhöht, ein Plus von 6,5 Prozent. In Deutschland war die Nachfrage im zweiten Quartal rückläufig. Der Konflikt im Nahen Osten hat das Geschäft von Accor stark beeinträchtigt.

Accor Sofitel Munich Bayerpost Foto Accor Hotels.jpg

Accors Umsatz je Zimmer war in Deutschland in Q2 leicht rückläufig

Der Revpar des Konzerns legte im ersten Halbjahr um 2,2 Prozent zu. Ohne die Auswirkungen des Nahostkonflikts hätte das Wachstum 4,6 Prozent betragen. Das Hotelnetz wuchs netto um 3,2 Prozent. Ende Juni umfasste das Portfolio 5.835 Hotels mit rund 882.000 Zimmern. Die Pipeline erreichte mehr als 268.000 Zimmer in 1.595 Hotels.

Deutschland mit leicht negativem Revpar

Im zweiten Quartal stieg der Revpar des Konzerns um 0,1 Prozent. In der Region Europa und Nordafrika lag das Plus bei 0,2 Prozent. Für Deutschland meldet Accor dagegen eine abgeschwächte Nachfrage gegenüber dem Vorquartal. Das Revpar entwickelte sich leicht negativ. Als Grund nennt der Konzern einen ungünstigeren Veranstaltungs- und Messekalender. Deutschland steht für rund elf Prozent des Zimmerumsatzes der Region Europa und Nordafrika.

Nahostkonflikt belastet Geschäft

Deutlichere Auswirkungen zeigte der Konflikt im Nahen Osten. Vor allem die Vereinigten Arabischen Emirate belasteten die Entwicklung. Im Bereich Luxury & Lifestyle sank der Umsatz je Zimmer im zweiten Quartal um 1,4 Prozent. Ohne den Nahen Osten hätte das Segment ein Revpar-Plus von 9,4 Prozent erzielt.

Essendi-Verkauf und Ausblick

Accor hat nach Angaben von CEO Sébastien Bazin eine endgültig bindende Vereinbarung mit Investoren über den Verkauf der Beteiligung an Essendi, der ehemaligen Hotel-Eigentümer- und Betreibergesellschaft Accorinvest, unterzeichnet. Der Schritt markiere die weitere Entwicklung hin zum Asset-Light-Modell des Konzerns.

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt der Konzern seine Prognose. Erwartet werden ein Wachstum des Umsatzes je Zimmer von zwei bis 2,5 Prozent, ein Zimmerzuwachs von rund 3,5 Prozent sowie ein EBITDA zwischen 1,26 und 1,285 Milliarden Euro. Zudem startet Accor die zweite Tranche seines Aktienrückkaufprogramms mit einem Volumen von 225 Millionen Euro.

Anzeige Stellenmarkt