Vorwürfe gegen Accor-Chef Bazin vollständig entkräftet
Eine unabhängige Untersuchung hat alle Vorwürfe gegen den Accor-Vorstandsvorsitzenden Sébastien Bazin (Foto) entkräftet. Die Pariser Anwaltskanzlei BDGS prüfte anonyme Anschuldigungen wegen möglicher Interessenkonflikte und Begünstigung. Der Verwaltungsrat billigte die Ergebnisse einstimmig und sprach Bazin das volle Vertrauen aus.
Accor
Die Vorwürfe gegen Sébastien Bazin waren unbegründet
Die Prüfung ging auf eine Initiative Bazins selbst zurück. Zuvor war im Verwaltungsrat ein anonymes Dokument aufgetaucht, das den Manager belastete, berichtet das Finanzportal Market Screener, das sich wiederum auf die Financial Times beruft. Daraufhin beauftragte das Gremium unter der Leitung von Antoine Gosset-Grainville, der Präsident von Axa, die externe Kanzlei mit den Nachforschungen.
Im Zentrum der Vorwürfe standen die Geschäftsbeziehungen des Hotelkonzerns zum Hospitality-Unternehmen Paris Society, das Laurent de Gourcuff gehört, einem Vertrauten Bazins. Zudem untersuchten die Juristen die Ernennung einer externen Kommunikationsberaterin zur Führungskraft bei Accors Luxus-Sparte Ennismore im Jahr 2025.
Bei der Untersuchung wurden keine Verstöße festgestellt
Die Anwälte bewerteten die Anschuldigungen nach dem Abschluss ihrer Arbeit als unbegründet. Auf Anfrage von Hotel vor9 erklärte Accor, dass das Unternehmen in Übereinstimmung mit den Grundsätzen höchster Corporate-Governance-Standards eine unabhängige Untersuchung in Auftrag gegeben habe.
"Die Ergebnisse dieser gründlichen Untersuchung bestätigten, dass kein Verstoß gegen ihm (Sébastien Bazin) obliegende gesetzliche oder treuhänderische Pflichten vorlag, und ergaben auch keine Hinweise auf Interessenkonflikte oder Begünstigungen", so Accor. Der Verwaltungsrat sieht die Angelegenheit damit als abgeschlossen an.