Arbeitskosten im Gastgewerbe stiegen überdurchschnittlich
Von 2020 bis 2025 sind in Deutschland die Arbeitskosten im Gastgewerbe um gut 30 Prozent gestiegen, meldet das Statistische Bundesamt. Im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt lag der Zuwachs bei gut 22 Prozent. Die Arbeitskosten je Arbeitsstunde stiegen 2025 zum Vorjahr um 3,6 Prozent.
iStock lemono
Im Gastgewerbe stiegen die Arbeitskosten stärker als in der gesamten Wirtschaft
Unternehmen des produzierenden Gewerbes und im Dienstleistungsbereich haben 2025 durchschnittlich 45 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde aufgewendet. Somit zahlten deutsche Arbeitgeber gemessen am Durchschnitt der Europäischen Union von 34,90 Euro rund 29 Prozent mehr für eine Stunde Arbeit. Jedoch war der Anstieg in Deutschland mit 3,6 Prozent geringer als der in der EU mit 4,1 Prozent.
Am höchsten lagen die Arbeitskosten je geleistete Stunde in Luxemburg (56,80€), Dänemark (51,70€) und den Niederlanden (47,90€). Die Länder mit den EU-weit niedrigsten Arbeitskosten waren Ungarn (15,20€), Rumänien (13,60€) und Bulgarien (12,00€).
Die Arbeitskosten setzen sich im Wesentlichen aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Zu den Bruttoverdiensten zählen das Entgelt für geleistete Arbeitszeit, Sonderzahlungen, vermögenswirksame Leistungen, Vergütung für nicht gearbeitete Tage (unter anderem Urlaubstage oder gesetzliche Feiertage) sowie Sachleistungen.
Zur Beurteilung der Arbeitskosten ist es sinnvoll, die Arbeitsproduktivität zu betrachten. Sie misst die Effizienz der Arbeitsleistung, indem sie das Verhältnis von Arbeitsergebnis (Output, z.B. Stückzahl) zum Arbeitseinsatz (Input, z.B. Arbeitsstunden) berechnet.