Booking muss Hotelgebühren in der Schweiz senken
Die Buchungsplattform Booking.com muss ihre Provisionssätze für Hotels in der Schweiz um rund 25 Prozent senken. Dies geht aus einer Mitteilung der Schweizer Behörden hervor. Die bisher verlangten Provisionen seien überhöht und hätten den Wettbewerb auf dem Schweizer Hotelmarkt verzerrt, heißt es zur Begründung.
iStock / Robert von Hoenderdaal
Schweizer Behörden halten die Booking-Provisionen für Hotelbuchungen für überhöht und verlangen eine Senkung
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Die Senkung muss drei Monate nach Rechtskraft umgesetzt werden und gilt für drei Jahre. Der formelle Entscheid wurde nötig, weil keine einvernehmliche Lösung mit Booking gefunden werden konnte, heißt es. Das Preisüberwachungsgesetz (PüG) sieht vor, dass der Preisüberwacher missbräuchliche Preise, die nicht das Ergebnis wirksamen Wettbewerbs sind, verhindert oder beseitigt.
Dafür verwendet er ein mehrstufiges Verfahren, das auf Analysen zur Marktstellung, zur Wettbewerbssituation und zur Preisgestaltung aufbaut. Diese Abklärungen haben im Fall der Hotelbuchungsplattform Booking ergeben, dass sie dem PüG untersteht und dass die gegenüber Schweizer Hotels verwendeten Kommissionssätze missbräuchlich hoch sind.
Booking kündigte an, in Berufung zu gehen. Eine Sprecherin sagte zu Hotel vor9: "Unsere Partner haben eine Vielzahl von Möglichkeiten, um ihre Unterkünfte an Kunden zu vermarkten. Sie haben die Wahl, ob sie ihre Unterkünfte auf unserer Plattform oder anderweitig anbieten wollen. Wir sind nicht einverstanden mit einer erzwungenen Senkung der Kosten für ein Produkt, das völlig optional ist. Wir werden Berufung einlegen. Es wird sich aufgrund dieser Entscheidung nichts an unseren Provisionssätzen ändern, bis das Ergebnis unseres Berufungsverfahrens feststeht."
Pascal Brückmann