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13. Juli 2020 | 07:00 Uhr
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Corona bremst Hotelinvestmentmarkt aus

Laut Colliers International lag das Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr mit 1,3 Milliarden Euro gut ein Fünftel unter dem Vorjahreswert, jedoch mit sieben Prozent weiterhin über dem zehnjährigen Durchschnitt. Mit der Normalisierung der Reisetätigkeit soll der Markt wieder anziehen.

Immobilienmarkt Foto iStock prachanart

Im zweiten Quartal gab es wegen der Coronakrise kaum noch Hotelverkäufe

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"Die Auswirkungen der Corona-Pandemie waren im zweiten Quartal deutlich zu spüren. Weniger als 270 Millionen Euro wurden investiert – der niedrigste Quartalswert seit Anfang 2014" kommentiert René Schappner, Head of Hotel bei Colliers International, die Marktentwicklung. Die einzige Portfoliotransaktion im zweiten Quartal war die Übernahme des niederländischen Ferienparkbetreibers Roompot, zu dem auch zwei Ferienparks in Deutschland gehören. Die französischen PAI Partners verkauften an die Private Equity-Firma KKR aus den USA.

Nur wenige größere Einzeltransaktionen wurden im ersten Halbjahr abgeschlossen. Der größte Abschluss war der Verkauf des Nhow Berlin. Das Objekt am Berliner Osthafen sicherte sich die Eastern Property Holdings aus der Schweiz vom Jesta Capital Trust. Neben dieser Großtransaktion dominierten insbesondere im zweiten Quartal kleinvolumige Privatverkäufe das Marktgeschehen.

Für die nahe Zukunft sieht Schaper dennoch nicht schwarz: "Mit einer zunehmenden Normalisierung der Reisetätigkeit nehmen auch die Risiken für Hotelinvestments ab. Viele Investoren haben Hotels weiterhin auf ihren Einkaufslisten, bevorzugt auch als Beimischung in Mixed-Use-Objekten. Zudem haben einige Projektentwickler aufgrund des unsicheren Markt- und Finanzierungsumfeldes Verkäufe zurückgehalten, gehen aber nichtdestotrotz weiterhin neue Projekte gemeinsam mit expansionsfreudigen Betreibern an. Sobald die Unsicherheiten kontrollierbar werden, wird sich auch das aktuell schwierige Finanzierungsumfeld für Hoteltransaktionen sukzessive verbessern und das Marktgeschehen wieder in Schwung kommen, was wir bereits zum Ende des zweiten Quartals wahrnehmen konnten."

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