Der Wert handelbarer Hotelimmobilien hat 2025 zugelegt
Das investmentrelevante Hotelmarktvolumen in Deutschland, also die Hotelimmobilien, die für institutionelle Investoren als Anlageobjekte infrage kommen, hat sich im Jahr 2025 auf 66,1 Milliarden Euro erhöht. 2024 lag der Wert noch bei 64,3 Milliarden Euro, so eine Untersuchung von Union Investment und dem Immobilienberater Bulwiengesa.
CONREN Land AG
The Florentin in Frankfurt wurde von Althoff neu positioniert
Die Werte der Bestandshotels über alle Standorte und Marktsegmente hinweg erhöhten sich laut der Untersuchung nur leicht um rund 0,5 Prozent. Der größte Teil des Wertzuwachses entfällt aus der Fertigstellung neuer Zimmer. Nach Auswertung der Bulwiengesa-Datenbanken wurden im Jahr 2025 knapp 10.000 Zimmer im investmentrelevanten Hotelsegment fertiggestellt und an den Markt gebracht. "Daraus ergibt sich ein zusätzliches Marktvolumen von rund 1,5 Mrd. Euro", sagt Joseph Frechen von Bulwiengesa.
Die hochwertigen Luxury- und Upper Upscale-Segmente waren 2025 bei den Neueröffnungen weniger stark vertreten als die preisgünstigeren Economy- und Midscale-Segmente. Entsprechend blieb der Wertzuwachs aus neu eröffneten Zimmern hinter der Dynamik des Jahres 2024 zurück, berichtet Union Investment.
Laut der Datenauswertung entfiel rund ein Drittel der im Jahr 2025 neu auf den Markt gekommenen Hotelzimmer auf Transformations- und Konversionsprojekte. Der Entwicklungsschwerpunkt lag dabei in den Segmenten Midscale und Upscale. Es wurden jedoch auch im Luxury-Segment hochwertige Repositionierungen umgesetzt, etwa das Conrad Hamburg im Levantehaus oder The Florentin in der ehemaligen Villa Kennedy in Frankfurt. Als aktive Nutzer von Bestandsimmobilien treten zudem Serviced-Apartment-Betreiber und hybride Beherbergungsmarken auf. Besonders Anbieter wie beispielsweise Stayery und Limehome nutzen ehemalige Hotels, Bürogebäude und Mixed-use-Objekte für neue Apartment- und Longstay-Konzepte. Auch Marken wie Ruby oder The Cloud One zeigen, dass auch Lifestyle- und Lean-Luxury-Marken gezielt auf Revitalisierung, Umnutzung und architektonische Identität setzen.