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27. Mai 2026 | 07:00 Uhr
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Ehemaliger Eigentümer will H-Hotels von Revo zurück

Die Liste der Gläubiger der insolventen Revo Hospitality ist lang. Nun taucht ein weiterer prominenter Name auf: Alexander Fitz (Foto), ehemaliger Eigentümer der H-Hotels, der die Gruppe im Februar 2025 an Revo verkauft hatte. Laut eigener Aussage wartet Fitz noch immer auf die Hälfte des Kaufpreises. Derzeit bemüht er sich um den Rückkauf der H-Hotels.

Fitz

Alexander Fitz, der ehemalige Eigentümer der H-Hotels, beteiligt sich am Bieterverfahren rund um die insolvente Revo Hospitality und bemüht sich, die H-Hotels zurückzukaufen

Das Insolvenzverfahren der Revo Hospitality Group befindet sich in der entscheidenden Phase. Schon in wenigen Wochen oder vielleicht auch nur Tagen könnte Klarheit herrschen, wer mit seinen Geboten den Zuschlag für das gesamte Unternehmen oder Unternehmensteile erhält.

Nun macht ein weiterer Name die Runde. Alexander Fitz, der ehemalige Gesellschafter der H-Hotels, soll nach Informationen von Hotel vor9 auch ein Angebot abgegeben haben. Und zwar für sein ehemaliges Familienunternehmen, welches er im Februar 2025 an Revo beziehungsweise die damalige HR-Group verkauft hatte.

Doch heute ist Fitz nicht mehr gut auf den Käufer zu sprechen. Denn dieser habe nur rund die Hälfte des vereinbarten Kaufpreises bezahlt. "Eine Begründung für die Verzögerung haben wir nie erhalten. Ich gehe heute nicht davon aus, dass jemals vorgesehen war, den vollen Kaufpreis zu zahlen", so Fitz.

Der Verkauf der H-Hotels an Revo erfolgte auf Druck der finanzierenden Banken

Der Verkauf damals, er erfolgt nicht freiwillig. Fitz sah sich seinerzeit gezwungen, auf Druck der finanzierenden Banken, die H-Hotels zu verkaufen. Das Unternehmen sei "bis zur letzten Minute" und auch heute "als Gesamtunternehmen immer noch rentabel", berichtet Fitz im Gespräch mit Hotel vor9. Zerbrochen sei die Eigenständigkeit aber an den corona-bedingten Verbindlichkeiten, insbesondere an den KfW-Darlehen mit nur fünfjähriger Laufzeit, für die keine Anschlussfinanzierung aus eigener Kraft möglich gewesen wäre.

Anders als andere Marktteilnehmer habe man Pachten und laufende Verpflichtungen durchgehend bedient, auch um die Beziehung zu den Verpächtern als zentrales Asset zu erhalten, führt Fitz aus. Staatliche Corona-Hilfen seien nur zur Hälfte als Zuschuss geflossen, der Rest als rückzahlbares Darlehen. Auf diesem Schuldenberg sei das Unternehmen sitzen geblieben. Die Entscheidung zum Verkauf habe der Bewahrung des über 50 Jahre gewachsenen Familienunternehmens gedient, das von Vater Helmut Fitz mit den ersten Treff-Hotels begründet worden war.

Im Gespräch mit Hotel vor9 bestätigt Fitz, dass er sich am Bieterverfahren um Teile der insolventen Revo Hospitality beteiligt hat. Sein Interesse gelte ausschließlich der H-Hotels-Gruppe. Darüber hinaus habe er kein Interesse an weiteren Geboten für Revo. Als bietende Gesellschaft fungiere die bestehende Global Hotel Group, die ehemalige Holding der Familie. Über den Stand seines Angebots werde und könne er aber aufgrund von Vertraulichkeitsvereinbarungen nichts sagen.

Hintergrund: Die im Februar 2025 vollzogene Übernahme der H-Hotels durch die damalige HR Group hatte das Berliner Unternehmen schlagartig zu einem der größten Hotelbetreiber Europas gemacht. Rund 60 Häuser in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Ungarn wechselten den Besitzer. Inzwischen ist die in Revo Hospitality umfirmierte Käufergruppe insolvent.

Pascal Brückmann