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1. Juli 2026 | 20:20 Uhr
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Ehemaliges Dorint-Hotel Bitburg geht doch nicht an Interspa

Der geplante Kauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg durch die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit sind auch die ambitionierten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort mit 400 Betten, Spaßbad und umfangreichem Freizeitangebot in der Eifel vorerst vom Tisch.

ehemaliges Dorint Bitburg

Seite Ende 2022 steht das ehemalige Dorint-Hotel am Stausee Bitburg leer

Wie der Trierische Volksfreund (Abo) berichtet, ist das seit Ende 2022 geschlossene Vier-Sterne-Hotel am Stausee Bitburg doch nicht an die Stuttgarter Interspa-Gruppe verkauft worden. Eigentümer Dirk Iserlohe (Honestis AG) wird vom Volksfreund mit den Worten zitiert: "Interspa hat sich leider nicht an ihre Verpflichtungen gehalten und die Kaufoption verfallen lassen." Die Kommunikation des Unternehmens sei "weniger als nichts" gewesen.

Im April 2025 hatte die Interspa-Gruppe den Kauf der Immobilie angekündigt und weitreichende Umbaupläne vorgestellt. Auf dem rund 80.000 Quadratmeter großen Areal sollten 160 neu gestaltete Zimmer mit über 400 Betten, ein großer Wellness- und Saunabereich, ein Spaßbad für Kinder, ein Indoor-Spielplatz sowie Angebote für Tennis, Bowling und Minigolf entstehen. Laut dem Volksfreund hatte es in der Region schon über Monate Gerüchte über Probleme beim Kauf gegeben. Hotel vor9 hat bis zum Redaktionsschluss weder von Dirk Iserlohe noch von der Interspa-Gruppe eine Kommentierung des Vorgangs erhalten.

Nicht alle Interspa-Projekte waren zuletzt reibungslos verlaufen

Das Scheitern am Stausee Bitburg reiht sich ein in eine Serie von Konflikten bei anderen Interspa-Projekten der zuletzt stark gewachsenen Unternehmensgruppe. Für Aufsehen sorgte zuletzt der Streit mit dem Eigentümer der Michel Hotels, Ido Michel: Wie Hotel vor9 im März 2026 berichtete, kündigte Interspa die Zusammenarbeit mit der Michel-Gruppe rund um das Hotel Sonnenhof in Grafenau nur Monate nach Beginn der Zusammenarbeit wieder auf. Der Fall dürfte noch immer die Anwälte beschäftigen.  

Auch beim Verkauf des Panorama-Hotels in Oberwiesenthal kam es laut der Freien Presse zum Streit: Der Verkäufer trat vom Kaufvertrag zurück und warf Interspa vor, vertragliche Pflichten nicht eingehalten zu haben. Interspa erkannte den Rücktritt nicht an. Laut Informationen von Hotel vor9 stellt die Interspa-Gruppe weiterhin die Betreibergesellschaft des Hotels in Oberwiesenthal.

Pascal Brückmann

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