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22. Juli 2026 | 17:23 Uhr
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Hotels schneiden bei KI-Suchanfragen schlecht ab

Viele Hotels im DACH-Raum spielen in den Antworten von Chat GPT, Gemini oder Perplexity kaum eine Rolle. Das zeigt eine Studie der Online-Marketingagentur Maxonline unter mehr als 500 Vier- und Fünf-Sterne-Häusern. Sichtbarer sind vor allem Hotelketten. Die Autoren sehen für Einzelhotels dennoch Chancen, ihre Position in KI-Empfehlungen zu verbessern.

KI Roboter Einkauf Beratung Foto iStock Peshkov

Für Hotels gibt es bei KI-Suchanfragen noch reichlich Luft nach oben

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Mit der Verlagerung der Hotelsuche auf KI-Systeme verändert sich auch der Weg zum Gast. Statt einer Liste von Suchtreffern erhalten Reisende zunehmend konkrete Hotelempfehlungen. Wer in diesen Antworten nicht auftaucht, wird bei der Auswahl häufig gar nicht berücksichtigt.

Die Studie von Maxonline kommt zu dem Ergebnis, dass viele Vier- und Fünf-Sterne-Hotels im deutschsprachigen Raum in solchen KI-Empfehlungen bislang kaum vorkommen. Das gelte unabhängig davon, ob sich die Häuser in Deutschland, Österreich oder der Schweiz befinden.

Ketten profitieren von größerer Präsenz

Auffällig ist laut der Untersuchung der Vorsprung von Hotelketten. Sie werden deutlich häufiger in KI-Antworten genannt als privat geführte Einzelhotels. Die Autoren führen dies vor allem auf die größere thematische Präsenz und die höhere Zahl externer Erwähnungen zurück. Während Ketten über zahlreiche Standorte und Inhalte hinweg Signale sammeln, verfügen Einzelhotels über wesentlich weniger Anknüpfungspunkte für KI-Systeme.

Sterne reichen für Sichtbarkeit nicht aus

Auch die Sternekategorie erweist sich nicht als entscheidender Faktor. Hochklassige Häuser werden nicht automatisch häufiger empfohlen als Hotels einer niedrigeren Kategorie. Entscheidend sei vielmehr, ob ein Hotel mit klaren Themen und relevanten Inhalten in den für Reisende wichtigen Such- und Empfehlungsfeldern präsent ist. KI-Systeme orientierten sich dabei an Themen, nicht an Sternekategorien oder dem Bekanntheitsgrad eines Hauses.

Was Hotels jetzt tun sollten

Maxonline empfiehlt Betrieben, ihre Sichtbarkeit in KI-Systemen zunächst zu analysieren und relevante Themenfelder klar zu besetzen. Zudem sollten Websites konkrete Fragen mit überprüfbaren Informationen beantworten, statt auf werbliche Formulierungen zu setzen.

Eine wichtige Rolle spielen nach Einschätzung der Studienautoren auch Erwähnungen in Fachmedien, Verzeichnissen und Portalen. Externe Signale seien ein wesentlicher Faktor dafür, ob Hotels in KI-Empfehlungen auftauchen.

Zur Methodik

Für die Studie untersuchte Maxonline im Juli 2026 die KI-Sichtbarkeit von 515 Vier- und Fünf-Sterne-Hotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Grundlage waren Daten von Semrush AI Visibility, ein SEO-Werkzeug, das misst und analysiert, wie sichtbar eine Marke oder Website in den Antworten von KI-Suchmaschinen und Chatbots ist. Berücksichtigt wurden ausschließlich themenbezogene Such- und Empfehlungsanfragen ohne Markennennung mit Buchungsabsicht. Die Auswertung umfasst Antworten von Plattformen wie Chat GPT, Google AI Overviews, Google AI Mode, Gemini und Perplexity.

Die Ergebnisse der Studie können auf der Homepage von Maxonline eingesehen werden.

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