Kurzurlauber buchen früher und bleiben länger
Kurzurlauber planen im Sommer 2026 früher, bleiben länger, geben mehr Geld aus und bevorzugen Ziele vor der Haustür. Das zeigt eine Auswertung der Getaway Group. Der Buchungsvorlauf steigt, Kurzfristbuchungen nehmen ab. Naturregionen wie Sauerland, Harz und Rügen legen zu. Familien- und Bergurlaube gewinnen an Bedeutung.
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Die von der Getaway Group ermittelten Trends spielen den Hotels in Deutschland in die Hände
Die Getaway Group hat Buchungsdaten ihrer Portale, darunter Kurzurlaub.de, Kurz-Mal-Weg.de und Beauty24.de, zusammenführt, ausgewertet und erkennt deutliche Veränderungen im Kurzreisemarkt. Im Juni buchten Gäste ihre Reisen im Schnitt 5,5 Tage früher als im Vorjahr. Der durchschnittliche Vorlauf stieg damit von 54 auf 60 Tage. Kurzfristige Buchungen mit weniger als zwei Wochen Vorlauf gingen zurück.
Parallel dazu erhöhten sich die Ausgaben. Der durchschnittliche Buchungswert lag im Juni bei 537 Euro und damit fünf Prozent über dem Vorjahresmonat. Für die Monate Juli bis September zeichnet sich ein weiterer Anstieg ab: Der Wert liegt bereits bei 627 Euro, rund sechs Prozent mehr als im Vorjahr.
Trend zu etwas längeren Aufenthalten
Auch die Reisedauer wächst. Im Juni verlängerte sich der Aufenthalt im Vergleich zum Vorjahresmonat von 2,8 auf 3,0 Nächte. Für die Sommermonate Juli bis September meldet die Getaway Group einen Anstieg um neun Prozent auf durchschnittlich 3,3 Nächte. Die Daten deuten darauf hin, dass Kurzurlauber mehr Zeit einplanen und ihre Reisen bewusster gestalten.
Die Naturregionen liegen im Plus
Beim Blick auf die Ziele zeigt sich ein Trend zu Regionen vor der Haustür. Mittelgebirge wie Sauerland und Harz sowie Rügen verzeichnen ein spürbares Plus im Buchungsstand. Naturnahe und familienorientierte Angebote gewinnen an Bedeutung. Besonders Familienurlaub und Urlaub in den Bergen legen zu, berichtet die Getaway Group. Beide Kategorien starten von einer kleineren Basis, zeigen aber eine durchgängige Aufwärtsbewegung.
Sicherheitsgedanke prägt das Verhalten
Alexandra Güdokeit, Head of Key-Account-Management bei der Getaway Group, sieht darin ein Muster. "Unsere Daten zeigen: Kurzurlauber buchen wieder mit mehr Vorlauf und investieren gleichzeitig mehr in ihre Reise." Der oft beschriebene Last‑Minute‑Effekt sei nicht erkennbar. Stattdessen beobachtet man einen Sicherheitsgedanken, der sich in früherem Buchen, längeren Aufenthalten und einer deutlichen Präferenz für Ziele im eigenen Land zeigt.