Rekord-Pipeline überdeckt operative Schwächen bei Wyndham
Der US-Hotelkonzern Wyndham Hotels & Resorts verzeichnet derzeit einen historischen Höchststand bei Neuentwicklungen und Pipeline, muss aber gleichzeitig einen deutlichen RevPAR-Rückgang im Heimatmarkt und erhebliche Sonderbelastungen durch die Insolvenz der Revo Hospitality Group verkraften.
Signo Hospitality
Wie Top Hotel Projects berichtet, sank der RevPAR der US-Hotels im vierten Quartal 2025 um 8 Prozent. International lag das Minus bei 1 Prozent. Lediglich die Regionen EMEA (+7%) und Lateinamerika (+6%) entwickelten sich positiv. Unter dem Strich stand im vierten Quartal ein Verlust von 60 Millionen US-Dollar; im Gesamtjahr erwirtschaftete Wyndham jedoch einen Nettogewinn von 193 Millionen US-Dollar.
Zusätzlich belastet die Insolvenz der Revo Hospitality Group die Bilanz. Wyndham musste Abschreibungen von rund 160 Millionen US-Dollar verbuchen, darunter Wertberichtigungen auf die Marke Vienna House. Revo betreibt rund 80 Hotels für den Konzern.
Trotz des operativen Gegenwinds meldete CEO Geoff Ballotti laut THP eine Rekordzahl organischer Zimmerzugänge: 72.000 Zimmer kamen 2025 hinzu, 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit 870 neu unterzeichneten Verträgen, ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem bisherigen Bestwert, wuchs die globale Pipeline auf fast 260.000 Zimmer in über 2.200 Hotels.