Grund für die Schieflage der Hotelgruppe seien die vierte Coronawelle und eine verzögerte Auszahlung von Coronahilfen, heißt es in einer Pressemitteilung. Ziel der Insolvenz in Eigenverwaltung sei die Sanierung des Unternehmens. Das Gericht hat Philipp Grub von der Kanzlei Grub Brugger zum vorläufigen Sachwalter bestimmt. Er soll gemeinsam mit der Geschäftsführung an einer tragfähigen Lösung arbeiten. Die Geschäftsführer Michael Friedrich und Stephan Kienle bleiben im Amt und wollen den Geschäftsbetrieb uneingeschränkt fortsetzen. Alle Hotels sollen geöffnet bleiben.
SHM ist ein Familienunternehmen und betreibt als Franchisenehmer in Deutschland aktuell 25 Hotels verschiedener bekannter Hotelmarken. Darunter etwa das Hilton Garden Inn in Stuttgart, das Holiday Inn Express in Aachen und das Apart Hotel Adagio in Bremen. In Österreich gehört das Radisson Red in Innsbruck zur SHM-Gruppe. Mit seinen 630 Mitarbeiter erwirtschaftete Success 2019 rund 52 Millionen Euro.
Trotz Coronapandemie hat Success im vergangenen Jahr zwei neue Hotels in Hamburg und Coburg sowie Anfang 2022 ein Haus in Bad Reichenhall eröffnet. 13 weitere Hotelprojekte sind in Planung mit unterschriebenem Pachvertrag. Zu den Hotels in Bau zählt ein Holiday Inn Express am Münchner Flughafen, eins in Kassel und mehrere Hotels in Brüssel.
