Platzl Hotels nutzen KI für weniger Abfall und Kosten
Die Platzl Hotels in München setzen auf eine KI-Lösung, um Lebensmittelabfälle in ihren Küchen systematisch zu erfassen und zu reduzieren. Ziel ist es, innerhalb eines Jahres bis zu 30 Prozent weniger Abfälle zu produzieren und gleichzeitig Kosten zu senken sowie das Klima zu entlasten.
Kitro
Platzl Hotels will mit KI weniger Lebensmittelabfälle produzieren
Vier Küchen, ein Ziel: Die Platzl Hotels in München wollen ihre Abfallmengen deutlich senken. Dafür nutzen sie nun eine KI-gestützte Lösung des Schweizer Anbieters Kitro. Zum Einsatz kommt das System in der Pfistermühle, der Bankettküche sowie in den beiden Ayinger Betrieben.
Daten als Grundlage fürs Sparen
An der Abfallstation erfassen Kamera, Waage und Sensorik jede Entsorgung. Das System misst das Gewicht und analysiert per Bildauswertung Art und Kategorie der Lebensmittel, etwa vermeidbare und nicht vermeidbare Abfälle. Die Ergebnisse laufen in einem Dashboard zusammen. "Die Erfassung der Abfälle ist die Grundlage, um Verbesserungspotenziale in unseren Küchen identifizieren und auch umsetzen zu können", sagt Constanze Kunz, Leiterin nachhaltige Entwicklung. Entscheidend sei, dass alle im Team mitziehen.
Ist die Vorproduktion der Hebel?
Die Daten zeigen, an welchen Stellen besonders viel Abfall entsteht. Auch lassen sich Kosten beziffern und mit den Gästezahlen in Beziehung setzen. Daraus leiten die Küchen konkrete Maßnahmen ab. Anpassungen im Ablauf sind grundsätzlich nicht nötig, in den Münchner Küchen waren jedoch kleinere Änderungen erforderlich. Kunz vermutet das größte Potenzial in der Vorproduktion. Dort will das Unternehmen ansetzen. Innerhalb von zwölf Monaten sollen mindestens 20 Prozent, im besten Fall 30 Prozent weniger Lebensmittel im Müll landen.
Das bringe zwei Effekte: geringere Kosten für die Betriebe und weniger CO₂-Emissionen über den Abfall. Für die Platzl Hotels ist das ein Schritt zu mehr Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zugleich.