Alexander Aisenbrey hat in der Hotellerie fast alles gemacht
Alexander Aisenbrey zählt zu den bekanntesten und profiliertesten Menschen der Branche. Er hat in über 30 Jahren als Manager, Motivator und Sprachrohr die Hotellerie in Deutschland mitgeprägt. Im Gästebuch von Hotel vor9 verrät er, dass er mit seiner Familie alt werden, aber dabei immer noch arbeiten will.
Vorreiter AG
Alexander Aisenbrey ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Hotellerie in Deutschland
Was war Ihr Traumberuf als Kind?
Polizist oder Landschaftsgärtner, aber eigentlich hätte ich Architekt werden sollen. Das hat zum Glück jetzt mein Sohn übernommen.
Wie sind Sie in die Hotellerie gekommen?
Der erste Job war im Eiscafé Timone und bei Breuninger in Stuttgart und dann war relativ schnell klar, dass die Hotellerie meine Berufung wird.
Welche Entscheidung in Ihrem Berufsleben hat Ihre Karriere besonders geprägt?
Neben dem Glück, meine Frau in Montreux kennenzulernen, die mich seither in allen Entscheidungen begleitet, zählt meine Zeit in der Traube Tonbach dazu, ebenso die Entscheidung, 2003 den Öschberghof als Geschäftsführer zu übernehmen.
Wie sieht für Sie das Hotel der Zukunft aus?
Wertschätzender, offener, begeisterter Service am Gast mit der höchstmöglichen zur Verfügung stehenden KI und Technologie für die Prozesse.
Was lieben Sie an Ihrem Job?
Die Menschen.
Was nervt Sie am meisten?
Die negative Darstellung unserer Branche und lustlose, unmotivierte Gastgeber.
Was kann die Hotellerie in Deutschland von Kollegen im Ausland lernen?
Bessere Übernachtungspreise zu verlangen und Dienstleistung wertzuschätzen und nicht als selbstverständlich anzusehen.
Was war Ihr prägendstes Erlebnis in einem Hotel?
Die Begegnungen mit den Menschen und diese füllen inzwischen ein Buch.
Ein Jahr Auszeit – was würden Sie machen?
Mit meiner Frau auf der MS Europa eine Weltreise.
Wie schalten Sie ab?
Mit meiner Familie wegfahren, Golfen, Reisen und eine gute Zigarre mit meinem Freund Oliver zu rauchen.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Dreihundert Männer - Aufstieg und Fall der Deutschland AG von Konstantin Richter.
Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
Mit meiner Kindern Star Wars mit Live-Orchester. Ich will mir aber unbedingt Horst Schlämmer noch anschauen.
Ihr Lieblingsessen?
Ich liebe jedes frisch zubereitetes Essen. Durch unsere Reisen habe ich die vietnamesische Küche schätzen gelernt. Und ich vermisse die Sachertorte meiner verstorbenen Schwiegermutter.
Wohin geht’s im nächsten Urlaub?
Die Arbeit in Gut Steinbach in Reit im Winkl ist immer Urlaub, aber mit der Familie fahren wir in das Forsthofgut.
Wen würden Sie gerne mal treffen und warum?
Barack Obama. Ich habe selten einen charismatischeren Politiker gesehen. Das Buch unbedingt lesen! Auch das von seiner Frau. Tolle Geschichte
Wie und wo wollen Sie alt werden?
Mit meiner Familie, weiterhin arbeitend in unseren Hotels und aus Liebe zu meiner Frau in ihrer Heimat Österreich.
Alexander Aisenbrey hat Restaurantfachmann im Bachmair am See gelernt, Abschlüsse unter anderem an der Hotelfachschule Heidelberg und der Cornell University erworben und in namhaften Hotels gearbeitet, darunter in der Traube Tonbach. Dann führte er 20 Jahre lang den Öschberghof und machte ihn zu einer Top-Adresse. Für die Branche engagierte er sich bei Fair Job Hotels und der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt. Heute ist er Vorstand der Vorreiter AG, die Hotels berät und betreibt.