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15. Januar 2024 | 07:00 Uhr
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Ein Drittel der Betriebe im Gastgewerbe befürchtet Verluste

Jedes dritte Unternehmen im Gastgewerbe rechnet damit, im Jahr 2024 in die Verlustzone zu rutschen, so das Ergebnis einer Dehoga-Umfrage. Verbandspräsident Guido Zöllick schlägt Alarm und drängt auf bessere Rahmenbedingungen. "Die Politik ist gefordert, den Betrieben Perspektiven zu geben." Immer neue Belastungen seien fehl am Platz.

Verlust

Jedes dritte Unternehmen im Gastgewerbe befürchtet 2024 Verluste

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Zöllick prangert zum wiederholten Mal die Anhebung der Mehrwertsteuer an: "Essen muss einheitlich mit sieben Prozent besteuert werden. Es ist absurd, dass für das Essen in der Gastronomie wieder 19 Prozent Mehrwertsteuer gelten, während das Essen To Go, der Fertigsalat aus dem Supermarkt und die Essenslieferung weiterhin mit 7 Prozent besteuert wird. Diese Ungleichbehandlung muss endlich dauerhaft beseitigt werden."

Umsätze liegen unter dem 2019er-Niveau

Laut der Umfrage haben die Umsätze im Gastgewerbe das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht. Nach einem gemischten Weihnachts- und Silvestergeschäfts setzten die Betriebe im Dezember nominal 4,8 Prozent weniger um als im Dezember des Vorkrisenjahres 2019. Der Jahresumsatz 2023 lag 1,6 Prozent unter dem Vorkrisenwert.

Trübe Aussichten für 2024

Die meisten Betriebe bewerten ihre Geschäftsentwicklung zu Beginn des neuen Jahres als "verhalten" (41%)“, jeder fünfte Betrieb beurteil sie "eher negativ", zwölf Prozent "pessimistisch". Dem gegenüber stehen 20 Prozent, die auf ihre Geschäftsentwicklung zuversichtlich schauen und knapp sechs Prozent geben sich optimistisch.

Der Kostendruck nimmt weiter zu

Als größte Herausforderungen nannten die Betriebe mit jeweils über 75 Prozent die Anhebung der Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie, die steigenden Personalkosten sowie die höheren Kosten bei Lebensmitteln und Energie. So erhöhten sich die Energiekosten im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich ein Drittel. Die Kosten für Lebensmittel lagen durchschnittlich um 20 Prozent höher als im Dezember 2022, die von Getränken um 14 Prozent. Die Personalkosten stiegen um 16 Prozent.

An der aktuellen Dehoga-Umfrage zur wirtschaftlichen Lage nahmen vom 8. bis 11. Januar 2.900 gastgewerbliche Unternehmen aus ganz Deutschland teil.

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