Ebenfalls überdurchschnittlich hoch lag der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft (43%) und im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung (36%). In der öffentlichen Verwaltung (4%), der Finanz- und Versicherungsbranche (6%), der Informations- und Kommunikationsbranche (7%) sowie im Bereich von Wasser, Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen (7%) waren die Anteile hingegen am niedrigsten.
Die Mindestlohnentwicklung drückt den Niedriglohnanteil
Eine Erklärung für den Rückgang des Niedriglohnanteils sieht das Statistische Bundesamt in der Entwicklung des Mindestlohns. Dieser stieg zwischen Januar und Oktober 2022 von 9,82 Euro auf 12,00 Euro an. Knapp jede fünfte Frau arbeitete im April 2023 in Deutschland im Niedriglohnsektor. Bei den Männern war es knapp jeder siebte. Deutschlandweit wurden 2,4 Millionen Jobs mit dem gesetzlichen Mindestlohn von 12 Euro bezahlt. Das entspricht 6,2 Prozent aller mindestlohnberechtigten Beschäftigungsverhältnisse.
