NGG kritisiert Rentenkommission wegen Lebensarbeitszeit
Die NGG lehnt eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit ab. Die geplante Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung sei sozial ungerecht. Menschen mit niedrigen Einkommen hätten nachweislich eine geringere Lebenserwartung als Besserverdienende, sagt Guido Zeitler (Foto), Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).
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NGG-Chef Guido Zeitler ist mit einigen Vorschlägen der Rentenkommission nicht einverstanden
Gerade in körperlich belastenden Berufen der Brot- und Fleischindustrie oder im Gastgewerbe müsse die Frage lauten: "Wie schaffen wir es, dass Beschäftigte gesund und arbeitsfähig die Rente erreichen – und nicht, wie wir sie noch länger arbeiten lassen", so Zeitler.
Volle Rente nach 45 Jahren Beitragszahlung
Die NGG fordert, dass Rentner nicht vom allgemeinen Wohlstand abgekoppelt werden dürften und die Renten den Löhnen folgen sollten. Das Rentenniveau müsse wieder auf 53 Prozent steigen. "Den Vorschlag, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren abzuschaffen, halten wir für einen schweren Fehler. Wer 45 Jahre gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, muss ohne Abschläge in Rente gehen können", sagt der Gewerkschaftsboss.
NGG will lieber betriebliche Altersvorsorge statt Kapitalrente
Auch den zusätzlichen Beitrag für eine gesetzliche Kapitalrente sieht die NGG kritisch. Sie hält es für sinnvoller, die betriebliche Altersvorsorge als Ergänzung zur gesetzlichen Rente auszubauen, allerdings nur mit einer verbindlichen Beteiligung der Arbeitgeber.