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2. Februar 2026 | 21:55 Uhr
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Welche KI‑Trends 2026 die Hotellerie prägen

KI wird 2026 zum aktiven Akteur im Hotelbetrieb. Olga Heuser (Foto), Gründerin des Technologieanbieters Dialogshift, beschreibt den Übergang von Experimenten zu autonomen Systemen. Sie erwartet für das laufende Jahr KI‑Assistenten, robotische Helfer, neue Buchungswege und einen Wandel der Gästekommunikation, der Hotels strategisch fordert.

Dialogshift Olga Heuser CEO Foto Dialogshift

Olga Heuser prognostiziert, welche neuen Einflüsse KI in naher Zukunft auf die Hotellerie hat

Die Entwicklung der vergangenen Monate hat die Rolle von KI grundlegend verändert. Für Olga Heuser ist klar: KI beantwortet nicht mehr nur Fragen, sondern übernimmt Aufgaben. In einem ausführlichen Blogbeitrag beschreibt sie die technologischen Entwicklungen, die ihrer Einschätzung nach das Jahr 2026 prägen werden. Systeme treffen nun also Entscheidungen, agieren eigenständig und koordinieren externe Tools und Schnittstellen, ist Heuser überzeugt. Neue KI‑Browser füllen Formulare aus, vergleichen Angebote und erledigen Buchungen ohne manuelle Eingaben. 

Für Hotels bedeutet das ihrer Meinung nach zwei Dinge. Erstens verändert sich der Betrieb: KI‑Assistenten unterstützen Gäste rund um die Uhr, planen Aufenthalte, verkaufen Zusatzleistungen und bearbeiten Rückmeldungen. Heuser sieht den stärksten Sprung bei der Automatisierung durch mehrsprachige Systeme, die bereits heute tief in Abläufe eingreifen.

Und zweitens wandelt sich nun auch die Distribution. Buchungen erfolgen zunehmend direkt über KI‑Assistenten großer Plattformen. Hotelwebsites und Buchungsportale verlieren zwangsläufig an Bedeutung, wenn Gäste ihre Reise per Sprachbefehl organisieren. Sichtbarkeit in KI‑Systemen werde daher zu einer zentralen Voraussetzung für Hotels.

Robotik hält Einzug in der Hotellerie

Parallel zur Software entwickelt sich "Physical AI". Heuser verweist in ihrem Blogbeitrag auf neue Roboter, die 2026 in Serie gehen. Hersteller wie Tesla, Boston Dynamics oder Figure AI arbeiten an humanoiden Geräten, während andere Anbieter erste Haushaltsroboter liefern. Für Hotels entsteht daraus vor allem Potenzial für Arbeiten im Hintergrund.

Reinigungsroboter arbeiten bereits in internationalen Ketten. Ähnliche Entwicklungen gibt es in der Gastronomie, wo Küchenroboter standardisierte Aufgaben übernehmen. Heuser sieht darin keine Ersatztechnologie für Mitarbeiter, sondern eine Entlastung bei körperlich schweren Tätigkeiten. Angesichts des Personalmangels könnten solche Helfer 2026 in vielen Betrieben alltäglich werden.

Vom Prompt zur unsichtbaren KI

Eine weitere Verschiebung erwartet Heuser in der Art, wie Menschen künftig mit Technologie interagieren. Google ersetzt seinen Sprachassistenten durch Gemini und bringt KI‑fähige Brillen auf den Markt. Open AI arbeitet an neuen Geräten, die Sprache und Kontext kontinuierlich verarbeiten sollen. Für Hotels entsteht dadurch ein neuer Kommunikationsraum. Der Kontakt mit dem Gast findet weniger über Bildschirme statt, sondern über Assistenten, die über den ganzen Tag zuhören oder "nebenher" mitlaufen.

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