Im Februar 2023 hatte Michel 13 seiner Häuser an die Achat-Hotelgruppe verpachtet, diese wurden in Folge der Kooperation in Achat umbenannt. Die Marke Michel war eigentlich Geschichte. Doch im Zuge der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Achat-Hotelgruppe und der laufenden Neuordnung des Unternehmens hat Michel nun einen Teil seiner Hotels wieder in den Eigenbetrieb überführt, wie Hotel vor9 exklusiv aus Unternehmenskreisen erfahren hat. Sieben ehemalige Achat Hotels laufen bereits wieder unter der Marke Michel Hotels. Es ist davon auszugehen, dass Michel von einen Sonderkündigungsrecht im Rahmen der Achat Insolvenz in Eigenverwaltung Gebrauch machen konnte.
Auf der neuen Website werden derzeit die sieben bestehenden Häuser präsentiert, die sich über ganz Deutschland verteilen, unter anderem in Niedersachsen, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern. Zum Jahreswechsel steht zudem die Eröffnung eines neuen Standorts an: In Grafenau (Bayerischer Wald) öffnet das ehemalige Steigenberger Sonnenhof Hotel als Vier-Sterne-Superior-Wellness- und Spa-Resort. Das Haus hatte Michel gekauft und umfangreich saniert. Es verfügt über 100 Doppelzimmer, 51 Suiten und drei VIP-Suiten mit insgesamt rund 400 Betten. Das Hotel werde das neue Flaggschiff der Unternehmensgruppe, heißt es.
Ein Schwerpunkt der kommenden Monate liege darüber hinaus auf der Weiterentwicklung des Portfolios im Drei-, Vier- und Vier-Sterne-Superior-Segment, kündigt Michel gegenüber Hotel vor9 an. Denn neben der Rückführung weiterer Hotels aus seinem Besitz in den Eigenbetrieb, will Michel auch als Betreiber für Fremdeigentümer aktiv werden. Und so sollen bald weitere Projekte folgen, berichtet Michel. Eigentlich hatte er geplant, nur noch als Eigentümer aktiv zu sein. Doch im Zuge der Verwerfungen mit Achat hat sich Michel nun entschieden, wieder voll ins Geschäft einzusteigen. "Es wird noch viel passieren", heißt es vielversprechend.
Pascal Brückmann
