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13. Februar 2026 | 08:30 Uhr
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Etliche Revo-Hotels rutschen in reguläres Insolvenzverfahren

Der Traum, sämtliche Revo-Gesellschaften über Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zu sanieren, ist geplatzt. Nach Recherchen von Hotel vor9 musste für zahlreiche Gesellschaften der Berliner Hotelgruppe jetzt doch ein reguläres Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Betroffen sind mindestens zehn Hotelgesellschaften mit insgesamt elf Hotels.

Steigenberger Hotel Braunschweig

Zum Kreis der betroffenen Häuser zählt auch das Steigenberger Hotel Braunschweig 

"Willkommen im Paradies" tönt die Telefonansage, ehe sich eine Mitarbeiterin im Aedenlife Hotel & Resort auf Rügen meldet. Dabei dürfte die Stimmung in dem Hotel, das von einer Revo-Gesellschaft betrieben wird, gerade dem genauen Gegenteil entsprechen. Sämtliche Mitarbeiter des Hotels warten noch immer auf ihren Januar-Lohn, konkrete Informationen von der Firmenleitung aus Berlin sind Mangelware. 

Informationen fehlen, serviert werden Durchhalteparolen

Dann endlich, am gestrigen Donnerstag um 13 Uhr erhielt die Belegschaft zumindest Gewissheit, den Mitarbeitern teilt man mit: "Am 9. Februar wurde für die 'Mein Rügen Betriebsgesellschaft mbH' vor dem Amtsgericht Charlottenburg ein Regelinsolvenzverfahren beantragt und der Rechtsanwalt Lucas Flöther als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt." Die Belegschaft ist erschüttert. Wurden die Mitarbeiter doch – mit entsprechenden Durchhalteparolen – über Wochen auf eine Insolvenz in Eigenverwaltung eingestimmt, mit einer durchaus realistischen Chance auf eine Sanierung. Doch nun wird das Hotel bereits am Montag den Betrieb einstellen.

Ein ähnliches Schicksal könnte neun weiteren Revo-Hotelgesellschaften mit insgesamt zehn Hotels in Deutschland, Österreich und den Niederlanden sowie einer Servicegesellschaft drohen. Am Nachmittag bestätigt ein Sprecher der Kanzlei Flöther & Wissing auf Nachfrage von Hotel vor9, dass eben diese Gesellschaften in einem vorläufigen Regelinsolvenzverfahren von Lucas Flöther als vorläufigem Insolvenzverwalter betreut werden.

Dabei hatte Revo am 16. Januar gegenüber der Öffentlichkeit im Rahmen einer Pressemitteilung erklärt, "rund 140 Gesellschaften der REVO Hospitality Group haben beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt". Jetzt stellte sich aber heraus, dass offenbar für eine Reihe von Gesellschaften der Weg in die Eigenverwaltung versperrt bleibt. 

Auch Hotel der Revo-Eigenmarke geht in Regelinsolvenz

Betroffen ist das Centro Hotel Goya Wolfsburg, Trademark Collection by Wyndham, das von der Centro Hotel Atlanta GmbH betrieben wird. Gleiches gilt für das Centro Hotel National Frankfurt, das von der Centro Hotel National GmbH geführt wird. Auch für die Betreibergesellschaft des Mövenpick Hotels Frankfurt City (Hospitality German Proco GmbH) musste Insolvenz angemeldet werden. Zum Kreis der weiteren betroffenen Häuser zählen außerdem das Steigenberger Hotel Braunschweig (Hotels by HR Braunschweig GmbH), das Vienna House Easy by Wyndham in Augsburg (Ninety Nine Hotel Augsburg GmbH) sowie in München das Hotel der Eigenmarke Revo, das von der Revo München GmbH betrieben wird.

Auch für einige Revo-Betriebsgesellschaften außerhalb von Deutschland wurde Flöther zwischenzeitlich als vorläufiger Insolvenzverwalter vom Gericht bestellt. Dies gilt unter anderem für das Four Side Hotel in Salzburg, zwei Mövenpick-Häuser in Amsterdam und Den Haag sowie das Ramada by Wyndham Amsterdam Airport Hotel. Neben den operativen Hotelgesellschaften ist zudem die Berliner Work@hotel GmbH insolvent, die mit rund 40 Mitarbeitern IT- und Beratungsleistungen für derzeit 184 Hotels erbringt. 

Revo selbst hat die Entwicklung bislang nicht kommentiert oder publik gemacht. 

Pascal Brückmann

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