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5. Februar 2026 | 22:03 Uhr
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Revo-Management gibt Update und sieht erste Fortschritte

Die Revo Hospitality Group um Gründer Ruslan Husry (Foto) hat sich erstmals nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens öffentlich zur aktuellen Unternehmenskrise geäußert. Darin zeichnet das Interims-Management ein insgesamt zuversichtliches Bild. Für die österreichischen und niederländischen Hotels wurden oder werden im Laufe dieser Woche Insolvenzanträge gestellt. 

Ruslan Husry HR Group

Ruslan Husry hat sich bislang nicht zur Krise bei Revo geäußert. Wenige Tage nach der Insolvenz soll er aber auf einer Party beim Weltwirtschaftsforum vor Ort in Davos gewesen sein

"Seit Anmeldung der Insolvenz vor rund zwei Wochen haben wir zahlreiche Gespräche mit Partnern, Lieferanten und Mitarbeitern geführt und Abläufe neu geordnet. Nahezu alle Beteiligten unterstützen eine nachhaltige Sanierung, um die wirtschaftlichen Probleme bis zum Sommer zügig zu lösen. Lieferanten beliefern uns weiter und die Mitarbeiter arbeiten sehr engagiert, um unsere Gäste bestens zu bedienen", erklärte Rechtsanwalt Gordon Geiser von GT Restructuring, der zusammen mit seinem Kollegen Benedikt de Bruyn für die Dauer der Eigenverwaltung zum Geschäftsführer der entsprechenden Gesellschaften berufen wurde.

Weiter erklärt Revo, dass der Hotelbetrieb unverändert weiter läuft und Buchungen, etwa bei Booking, wieder ohne Einschränkungen möglich seien. Lieferanten und Mitarbeiter unterstützten die Sanierung in Eigenverwaltung, zudem sei das Insolvenzgeld an die rund 5.500 Beschäftigten ausgezahlt worden. Stabile Buchungszahlen belegten die anhaltende Nachfrage der Gäste, zudem zeigten Investorenanfragen das Interesse potenzieller Partner.

"Wir erhalten zahlreiche Anfragen von Investoren und führen bereits erste Gespräche. Auch ein international renommierter Berater für den M&A Prozess wurde bereits beauftragt. Sowohl bestehende wie neue Partner sind an den Hotels interessiert und wollen sich engagieren. Deshalb sind wir sehr zuversichtlich, die Gesellschaften wieder solide und wettbewerbsfähig aufzustellen, damit sie zeitnah die Eigenverwaltung verlassen können", so Rechtsanwalt Benedikt de Bruyn.

Situation der ausländischen Hotelgesellschaften klärt sich langsam

Hinsichtlich der Situation der ausländischen Revo-Hotelgesellschaften heißt es auf Nachfrage: "Für die österreichischen und niederländischen Hotels werden und wurden im Laufe dieser Woche Insolvenzanträge gestellt. Der Hotelbetrieb läuft in allen Häusern uneingeschränkt weiter."

Parallel richtet sich der Blick zunehmend auf den Unternehmensgründer. Mitarbeiter und Geschäftspartner fragen sich: Wo ist eigentlich Revo-Gründer Ruslan Husry? Öffentlich hat er sich seit Bekanntwerden der Krise nicht geäußert. Für zusätzliche Irritationen sorgt ein Bericht von Burda, wonach Husry nur wenige Tage nach Bekanntwerden der Insolvenz beim Weltwirtschaftsforum in Davos anwesend und an einer Party teilgenommen haben soll.

Demnach nahm er am sogenannten "DLD Nightcap" teil, einer prominent besetzten Abendveranstaltung im Rahmen des Weltwirtschaftsforums, die als gesellschaftlicher Höhepunkt gilt. Gastgeber waren Hubert Burda Media und DLD. Rund 300 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien trafen sich am 20. Januar 2026 zu der Feier im Steigenberger Grandhotel Belvédère.

Pascal Brückmann

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