Tägliche News für die Hotellerie

18. Juni 2026 | 07:00 Uhr
Teilen
Mailen

Hoteliers rebellieren gegen Marriott wegen Treueprogramm

Ein Bündnis von Hoteleigentümern in den USA, die zugleich Marriott-Partner sind, fordert eine Neuregelung der Erlösverteilung des Marriott-Treueprogramms Bonvoy. Die Hoteliers kritisieren die Verteilung der Einnahmen aus Co-Branding-Kreditkarten, während die Hotels die Kosten für Punkte-Übernachtungen tragen müssen.

Streit Fäuste 169 Foto iStock Romolo Tavani

Es kracht ordentlich zwischen Marriott und seinen Franchisenehmern

Anzeige

Ferienmesse Bern: Bühne für Ihr Hotel

Präsentieren Sie Ihr Hotel an der Ferienmesse Bern (28.01-31.01.2027) und treffen Sie auf eine reiseaffine, kaufbereite Zielgruppe aus der ganzen Schweiz. Nutzen Sie die Plattform für direkte Kontakte, neue Buchungen und nachhaltige Sichtbarkeit bei rund 25.000 Besuchenden. ferienmesse.ch

Bei Marriott International zeichnet sich ein Konflikt zwischen der Konzernleitung und den Franchisepartnern ab. Eine Koalition aus 51 Eigentümergruppen, die zusammen fast 1.000 Hotels betreiben, fordert eine Revision der Verträge bezüglich des Treueprogramms Bonvoy. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen die Erlöse aus dem Loyalty-System, das durch Partnerschaften und Co-Branding-Kreditkarten erhebliche Umsätze generiert. Die Hotelbetreiber argumentieren, dass sie an diesen Ertragsströmen nicht angemessen beteiligt werden.

Wie das Branchenmagazin Skift (Abo) berichtet, richtet sich die Kritik der Eigentümer gegen die Verteilung von Kosten und Einnahmen. Während Marriott Verträge mit Finanzdienstleistern wie American Express und Chase abschließt, tragen die Hotels die operativen Aufwände. Wenn Mitglieder des Programms Freinächte buchen, erhalten die Hotels eine Kompensation, die nach Angaben der Betreiber oft nicht die realen Kosten deckt. Die Franchisenehmer fordern daher eine finanzielle Beteiligung an den globalen Vermarktungsrechten des Programms.

Die wirtschaftlichen Hintergründe werden durch Daten der Finanz- und Analyseplattform Guru Focus verdeutlicht. Demnach geht es für das Jahr 2026 um Lizenz- und Werbegebühren in dreistelliger Millionenhöhe, die Marriott verbucht. Die Hoteleigentümer weisen darauf hin, dass der Wert des Bonvoy-Programms maßgeblich auf den Immobilien und den Dienstleistungen vor Ort basiert. Sie verlangen Transparenz bei den Finanzströmen und Anpassungen im System, um die Partnerschaft zukunftsfähig zu gestalten.