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8. Mai 2020 | 07:00 Uhr
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Logis Hotels gehen hart mit Buchungsportalen ins Gericht

Logis-Generaldirektor Karim Soleihavoup und Tina Weßollek (Foto), Präsidentin der deutschen Logis-Hotels, werfen Buchungsplattformen wie Booking, HRS und Expedia unsolidarisches Verhalten vor und verlangen nach angemessenen Provisions- und Buchungsbedingungen. Gleichzeitig fordern sie Firmen und Privatpersonen dazu auf, direkt bei Hotels zu buchen.

Logis Hotels Deutschland Tina Wessolek 2 Foto A.Liebich

Tina Weßollek nimmt kein Blatt vor den Mund

Weßollek kritisiert die Portale für einseitige Änderungen der Verkaufsbedingungen mit unmittelbarer Wirkung auf die Hoteliers und angsteinflößende Marketingpraktiken sowie unangemessene Inkassomaßnahmen. Der durchschnittliche Provisionssatz der OTAs betrage für unabhängige Hotels laut Weßollek 18 Prozent und er könne bis auf 25 Prozent steigen.

"Die horrenden Provisionssätze der Buchungsportale sind seit langem den Hoteliers ein Dorn im Auge, denn sie graben fast die gesamte Gewinnmarge ab und sind absolut existenzbedrohend – auch in Zeiten ohne Corona aufgrund des Preiskampfes zwischen den Hotels. Ich persönlich als Hotelier arbeite daher seit zweieinhalb Jahren nicht mehr mit Booking.com zusammen", so Weßollek. Sie ist selbst Inhaberin und Restaurantchefin des Logis-Hotels Auberge Gutshof in Bischofswerda.

Die Logis Hotels fordern von den Buchungsportalen

  1. einen Plan für die unmittelbare Unterstützung der inhabergeführten Betriebe, um den Geschäftsbetrieb gemeinsam wiederzubeleben
  2. eine Senkung der Provisionen um fünf Prozentpunkte für alle Aufenthalte im Jahr 2020
  3. die Angleichung der von den inhabergeführten Hotels zu zahlenden Provisionen an die der "kapitalintensiven" Hotelgruppen ab 2021
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