Dehoga-Ehrenpräsident Ernst Fischer verstorben
Der Dehoga trauert um seinen Ehrenpräsidenten Ernst Fischer (Foto). Der frühere Verbandschef starb am 24. Juni im Alter von 82 Jahren in Tübingen. Fischer prägte über Jahrzehnte die Arbeit des Verbandes und gab der Branche eine starke Stimme.
Dehoga
Der Dehoga trauert um seinen Ehrenpräsidenten Ernst Fischer
Fischer wurde 1944 in baden-württembergischen Geislingen an der Steige geboren und absolvierte eine Ausbildung zum Koch. Stationen in England, Frankreich, Schweden und der Schweiz folgten, darunter im Hotel George V in Paris und als Privatkoch in Windsor. 1970 machte er sich in Hechingen selbstständig und wurde damals als jüngster Gastwirt Deutschlands bekannt. Später führte er das Restaurant Rosenau, das Rose Catering sowie das Landhotel Hirsch in Tübingen‑Bebenhausen.
15 Jahre Engagement im Verband
Sein ehrenamtliches Engagement begann auf Kreis- und Landesebene. 1995 übernahm Fischer die Präsidentschaft des Dehoga Baden‑Württemberg, 2001 folgte der planmäßige Amtsantritt als Präsident des Dehoga Bundesverbandes. In seiner 15‑jährigen Amtszeit stärkte er die politische Rolle des Verbandes. Dazu zählten die Mehrwertsteuersenkung für die Hotellerie, die Abschaffung der Trinkgeldbesteuerung und die Sicherung steuerfreier Zuschläge.
Dehoga‑Präsident Guido Zöllick würdigte Fischer als "leidenschaftlichen Gastgeber" und "brillanten politischen Netzwerker". Sein Wirken habe weit über die Branche hinaus gestrahlt.
Fischer verstand Gastfreundschaft als Haltung
Für seine Verdienste erhielt Fischer 2001 das Bundesverdienstkreuz am Bande sowie weitere Branchenpreise. Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit prägten sein Handeln. Sein Lebensmotto lautete: Porta patet, cor magis – Die Tür steht offen, das Herz noch mehr.