Dehoga kritisiert Regierung für Versprechen zulasten Dritter
"Die 1000-Euro-Prämie ist der falsche Weg", sagt Dehoga-Präsident Guido Zöllick (Foto) zur geplanten steuer- und abgabenfreien Entlastungsprämie, die die Unternehmen zahlen sollen. Solche Maßnahmen bräuchten die Abstimmung mit der Wirtschaft und dürften nicht über ihre Köpfe hinweg entschieden werden, so Zöllick weiter.
Dehoga/Svea Pietschmann
Dehoga-Chef Guido Zöllick geht hart mit der Regierung ins Gericht
Angesichts der angespannten Lage im Gastgewerbe sei absehbar, dass zahlreiche Unternehmen diese Prämie nicht leisten können, teilt der Dehoga mit. Die realen Umsätze seien weiterhin unter Vorkrisenniveau, gleichzeitig gebe es drastische Kostensteigerungen bei Personal, Energie und Lebensmitteln. Viele Betriebe arbeiteten am Limit und die Insolvenzen stiegen deutlich an, so die Einschätzung des Verbands.
Der Dehoga fordert statt der 1000-Euro-Prämie "spürbare Entlastungen und mutige strukturelle Reformen, die den Betrieben langfristig Luft zum Atmen verschaffen."